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Lauscha gilt heute als Geburtsstätte des gläsernen Christbaumschmuckes, die Kunst des Glasblasens ist hier Tradition und somit Bestandteil des Lebens der Glasbläserfamilien.

Die Geschichte des Glasblasens geht bis ins Jahr 1593 zurück, Christoph Müller und Hans Greiner errichteten am Lauschabach eine Glashüttensiedlung, sie war Grundstein und Ausgangspunkt für weitere Ansiedlungen in der Umgebung.

In der alten Dorfglashütte stellte man im 17. und 18. Jahrhundert ausschließlich Trinkgefäße, Apothekerglas und Butzenscheiben her. Um 1760 zog der Glasmacher Johann Georg Greiner die ersten Glasröhren und Stäbe, mit dem Wissen, dass man Glas vor eine Ölflamme weiter- verarbeiten kann, war der Grundstein für die traditionelle Heimindustrie der Glasbläser in Lauscha und Umgebung gelegt.

Ludwig Müller-Uri erfand 1835 das künstliche Menschenauge aus Glas und verhalf so vielen Menschen zu neuem Aussehen. Im Jahr 1847, vermutlich durch Mangel echter Äpfel und Nüsse für seinen Weihnachtsbaum erfand ein armer Lauschaer Glasbläser, die ersten Vorreiter der heutigen Christbaumkugeln - Früchte und Nüsse aus Glas. Von nun an waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt und der Christbaumschmuck wurde in den verschiedensten Formen und Farben hergestellt.

Im laufe der Wiedervereinigung 1990 erlebte das Glashandwerk eine neue Wende, die ehemaligen volkseigenen Betriebe der DDR wurden abgewickelt und viele der dort beschäftigten Glasbläser wagten den Schritt in die Selbstständigkeit. Nun arbeiten viele wieder wie früher ihre Großväter, als kleine Familien- betriebe zu Hause in ihren Werkstätten.

Man achtet sehr auf traditionelle handwerkliche Herstellung, Werkzeuge und Verfahren sind teilweise über 100 Jahre alt, sie werden wie ein Schatz gehütet.

Aus Lauscha, der Geburtsstadt des gläsernen Christbaumschmuckes kommen auch Egon und Christa Müller-Blech, in ihrer kleinen Werkstatt stellen sie nach alter Tradition mundgeblasenen und handbemalten Christbaumschmuck her.

Glasbläserei Müller-Blech | info@mueller-blech.de